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Produktinformationen: Definition, Beispiele und wie Sie sie finden

Fachlich geprüft von Simon Gustafsson
Redaktionelle Qualitätssicherung · Moody Media
BlogJul 3, 20266 min read

Produktinformationen: Definition, Beispiele und wie Sie sie finden

Jeder kennt das Gefühl: Man hält ein neues Produkt in den Händen und sucht nach den wichtigen Details – Inhaltsstoffe, Sicherheitshinweise, Haltbarkeit. Produktinformationen sind weit mehr als Text auf einer Verpackung; sie sind das Ergebnis strenger gesetzlicher Vorgaben, die Verbraucher schützen und Kaufentscheidungen lenken – seit Dezember 2014 verbindlich geregelt durch die EU-Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV).

Marken auf produktinformationen.info: über 20 · Gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnungen (DE): Lebensmittel, Kosmetik, Elektronik · Häufige Synonyme: Beipackzettel, Gebrauchsinformation, Packungsbeilage · Durchschnittliche Lesezeit einer Produktinformation: ca. 2 Minuten

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Exakte Anzahl der Produktinformationsplattformen in Deutschland
  • Durchschnittliche Nutzerzufriedenheit mit Produktinformationen im Online-Handel
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Kennzahlen und Fakten zu Produktinformationen zusammen.

Schlüsseldaten zu Produktinformationen
Merkmal Wert
Anzahl der Marken auf Unilever-Portal über 20
Gesetzliche Kennzeichnungspflicht in DE Lebensmittel, Kosmetika, Elektronik, Textilien
Häufigste Synonyme im DWDS Beipackzettel, Gebrauchsinformation, Packungsbeilage
Empfohlene Länge einer Produktinformation 150–300 Wörter (je nach Produkt)
LMIV Geltungsbeginn Dezember 2014 (Eclarion)
LMDIV Sprachvorgabe Deutsch für alle Lebensmittelverpackungen (Packiro Magazin)

Was ist eine Produktinformation?

Was sind Produktinformationen?

Sechs Hauptkategorien, eine Gemeinsamkeit: Jede Produktinformation dient der informierten Entscheidung des Verbrauchers – ob Lebensmittel, Kosmetik oder technisches Gerät.

Welche Informationen gehören dazu?

Die Inhalte sind je nach Branche unterschiedlich, aber immer gesetzlich determiniert. Für Lebensmittel zählen zu den Pflichtangaben: Produktbezeichnung, Zutatenverzeichnis, Allergene, Nettofüllmenge, Mindesthaltbarkeitsdatum, Herstelleranschrift und Nährwerttabelle – alles vorgeschrieben durch die LMIV (Packiro Magazin). Bei Kosmetikprodukten verlangt die EU-Kosmetikverordnung (EG) 1223/2009 eine Produktinformationsdatei (PIF) mit Sicherheitsbewertung, Inhaltsstoffen und Kennzeichnungsdaten (Registrar Corp – Kosmetikregularien).

Für technische Produkte umfassen die Informationen Sicherheits-, Montage- und Gebrauchsanweisungen – Teil der technischen Dokumentation, die vor der CE-Kennzeichnung erstellt werden muss (Your Europe (Europäische Kommission) – Technische Dokumentation).

Der Kernpunkt

Die gesetzliche Pflicht zur Bereitstellung korrekter Produktinformationen enthält eine klare Botschaft: Wer in Deutschland oder der EU ein Produkt in Verkehr bringt, muss transparent sein – sonst drohen Abmahnungen nach § 5 UWG (LHR Rechtsanwälte – irreführende Werbung).

Wie nennt man Produktinformationen?

Neben dem Begriff „Produktinformation“ sind laut DWDS folgende Synonyme gebräuchlich: Beipackzettel, Gebrauchsinformation, Packungsbeilage und umgangssprachlich auch Waschzettel (DWDS – Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache). Diese Begriffe werden teils branchenspezifisch verwendet – „Beipackzettel“ etwa bei Medikamenten, „Gebrauchsinformation“ bei technischen Geräten.

Fazit: Produktinformationen sind kein freiwilliges Beiwerk, sondern gesetzlich verordnete Verbraucherinformation. Händler: Sie müssen die richtigen Pflichtangaben bereitstellen. Verbraucher: Sie haben Anspruch auf vollständige und lesbare Daten.

Wie finde ich Produktinformationen?

Wie finde ich ein Produkt anhand der Produktnummer?

Die Suche über die Produktnummer ist der schnellste Weg. Jedes Produkt besitzt eine eindeutige Kennung wie EAN, GTIN, UPC oder ISBN. Diese Nummer in eine Barcode-Suchmaschine eingegeben – etwa auf produktinformationen.info (Unilever Portal) – liefert sofort Herstellerdaten, Inhaltsstoffe und Verpackungsgrößen. Im E‑Commerce müssen diese Eigenschaften nach österreichischem Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz (FAGG) so angegeben werden, dass ein Vergleich möglich ist (Wirtschaftskammer Österreich – E‑Commerce Pflichten).

Barcode-Suche – EAN, UPC, ISBN, GTIN

  1. Schritt 1: Barcode (EAN/GTIN) auf der Verpackung ablesen oder scannen.
  2. Schritt 2: Nummer in ein Portal wie produktinformationen.info oder eine Datenbank wie GEPIR eingeben.
  3. Schritt 3: Herstellerdaten, Artikelname und gesetzliche Kennzeichnungen abrufen.
  4. Schritt 4: Bei Fehlen von Angaben: direkt beim Hersteller oder über die technische Dokumentation anfordern.

Die IHK München weist darauf hin, dass die technische Dokumentation bei CE-konformen Produkten ausführliche Informationen zu Gestaltung, Herstellung und Nutzung enthalten muss (IHK München – CE-Kennzeichnung).

„Die technische Dokumentation ist der Nachweis dafür, dass das Produkt alle einschlägigen EU-Rechtsvorschriften erfüllt.“

Your Europe (Europäische Kommission)

Die Barcode-Suche ist damit der effizienteste Weg, um an verlässliche Herstellerdaten zu gelangen.

Wie nützlich sind Produktinformationen?

Warum sind Produktinformationen wichtig?

Produktinformationen erhöhen die Transparenz und helfen Verbrauchern bei Kaufentscheidungen. Für Händler und Hersteller sind sie essenziell, um gesetzliche Vorgaben zu erfüllen und Haftungsrisiken zu vermeiden. Eine optimierte Produktinformation kann die Conversion-Rate steigern – das bestätigt das OMT Magazin (OMT Magazin – Produktinformationen im E‑Commerce).

Drei konkrete Nutzendimensionen: Verbraucherschutz (korrekte Allergen- und Gefahrenhinweise), rechtliche Sicherheit (Einhaltung von LMIV, ProdSG, UWG) und Marketingwirkung (Verkaufsargumente und Vertrauensaufbau).

Warum das zählt

Ein Lebensmittelhersteller, der die LMIV-Pflichtangaben nicht korrekt ausweist, riskiert nicht nur Abmahnungen, sondern verliert das Vertrauen der Kunden – Studien zeigen, dass 78 % der Käufer bei fehlenden Informationen von einem Kauf absehen. (OMT Magazin)

Upsides

  • Erhöhen Transparenz und Vertrauen
  • Unterstützen informierte Kaufentscheidungen
  • Mindern rechtliche Risiken (Abmahnungen, Bußgelder)
  • Ermöglichen Produktvergleiche im E‑Commerce

Downsides

  • Erstellungsaufwand für Hersteller (besonders bei vielen Varianten)
  • Pflege bei Änderungen (Inhaltsstoffe, Vorschriften)
  • Risiko von unvollständigen oder fehlerhaften Angaben
  • Überinformation kann Verbraucher verwirren

Die Abwägung zeigt: Der Nutzen von Produktinformationen überwiegt deutlich, sofern der Pflegeaufwand nicht unterschätzt wird.

Was sind Produktkenntnisse?

Abgrenzung zu Produktinformationen

Produktkenntnisse beziehen sich auf das tatsächliche Wissen über ein Produkt – seine Eigenschaften, Anwendungsbereiche und Vorteile. Produktinformationen sind die dokumentierten Daten, während Produktkenntnisse das verstandene und anwendbare Wissen darstellen. Im Verkauf ergänzen sie sich: Der Mitarbeiter nutzt die Produktinformation als Quelle, das Produktkenntnis ermöglicht kompetente Beratung.

Die Abgrenzung ist für Schulungen und Qualitätsmanagement relevant – etwa wenn ein Callcenter-Mitarbeiter die LMIV-Pflichtangaben kennt, aber nicht versteht, wie Allergene zusammenhängen.

„Neben aktiven Falschangaben kann auch die Vorenthaltung wesentlicher Produktinformationen eine irreführende geschäftliche Handlung darstellen.“

LHR Rechtsanwälte – irreführende Werbung

„Die CE-Kennzeichnung ist kein amtliches Sicherheitszertifikat, sondern dokumentiert die Konformität des Produkts mit anwendbaren EU-Richtlinien.“

IHK München – CE-Kennzeichnung

Das Zitat macht deutlich: Produktkenntnisse sind mehr als das bloße Vorliegen von Daten – sie erfordern ein verstandenes und anwendbares Wissen.

Bestätigte Fakten und offene Fragen

Bestätigte Fakten

  • Produktinformationen sind gesetzlich vorgeschrieben für viele Produktkategorien (ProdSG, LMIV, EU-KosmetikVO).
  • Synonyme wie Beipackzettel und Gebrauchsinformation sind etabliert (DWDS).
  • Unilever bietet ein zentrales Portal für über 20 Marken (produktinformationen.info).
  • Die LMIV macht seit Dezember 2014 sieben Pflichtangaben für Lebensmittel verbindlich (Labelprint24 Magazin).
  • Die deutsche LMDIV verlangt deutschsprachige Angaben auf Lebensmittelverpackungen (Packiro Magazin).

Was unklar ist

  • Exakte Anzahl der Produktinformationsplattformen in Deutschland.
  • Durchschnittliche Nutzerzufriedenheit mit Produktinformationen im Online-Handel.
  • Fehlende öffentliche Statistiken über Abmahnungen aufgrund irreführender Produktinformationen nach UWG.

Die vorhandenen Quellen haben mehrheitlich hohe Vertrauenswürdigkeit (Tier 1 und Tier 2), doch einige Aussagen basieren auf mittlerer Konfidenz – etwa der Kernzweck der Produktinformationen als reine Verbraucheraufklärung (SG Systems Global – LMIV Glossar).

Fazit: Die gesetzlichen Grundlagen sind klar, aber die konkrete Umsetzungsqualität und Nutzerakzeptanz bleiben schwer messbar. Für Verbraucher in Deutschland ist die Konsequenz klar: Prüfen Sie die Pflichtangaben auf Vollständigkeit und Lesbarkeit, denn fehlende oder falsche Produktinformationen sind kein Kavaliersdelikt.

Weitere Quellen

it-recht-kanzlei.de

Häufig gestellte Fragen

Welche Arten von Produktinformationen gibt es?

Produktinformationen sind alle Daten und Angaben, die ein Produkt beschreiben: technische Daten, Inhaltsstoffe, Gebrauchsanweisungen, gesetzliche Kennzeichnungen und Marketingtexte. Sie dienen der Information von Verbrauchern und Käufern.

Funktioniert die Produktsuche auch ohne Barcode?

Ja, die Suche nach Produktnamen oder Herstellerangaben ist ebenfalls möglich, aber die Barcode-Suche (EAN, GTIN, UPC oder ISBN) ist der schnellste und direkteste Weg, um an verlässliche Herstellerdaten zu gelangen.

Sind Produktinformationen im Online-Handel anders als auf der Verpackung?

Die Inhalte sind grundsätzlich identisch, da die gesetzlichen Vorgaben für beide Kanäle gelten. Im Online-Handel kommen jedoch oft zusätzliche Angaben wie Bewertungen oder Vergleichstabellen hinzu, die die Kaufentscheidung erleichtern sollen.

Wer ist für die Richtigkeit der Produktinformationen verantwortlich?

Grundsätzlich liegt die Verantwortung beim Hersteller oder demjenigen, der das Produkt in der EU in Verkehr bringt. Er muss sicherstellen, dass alle Pflichtangaben vollständig und korrekt sind, da sonst Abmahnungen und Vertrauensverlust drohen.

Wo werden Produktinformationen verwendet?

Auf Verpackungen, in Online-Shops, in technischen Dokumentationen, auf Herstellerportalen und in Produktinformationsdateien (PIF). Auch in Apps und KI-Assistenten gewinnen sie zunehmend an Bedeutung.

Wie sollten Produktinformationen strukturiert sein?

Übersichtlich, lesbar und vollständig. Die LMIV schreibt eine Mindestschriftgröße vor. Pflichtangaben sollten deutlich von Marketingtexten getrennt sein. Empfohlen wird eine Gliederung in Produktbezeichnung, Eigenschaften, Sicherheitsinformationen, Herstellerdaten und rechtliche Hinweise.

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